So sah es nach drei Wochen ohne Abfallentsorgung aus. Rot-Schwarz stimmte gegen unseren Dringlichkeitsantrag. Foto: privat

So sah es nach drei Wochen ohne Abfallentsorgung aus. Rot-Schwarz stimmte gegen unseren Dringlichkeitsantrag. Foto: privat

Verkehrte Welt?! Buddy-Bären sind dringliches Anliegen, Bewohner der Berlichingenstraße 12 nicht

Dagmar Müller, Foto: Birte Zellentin/Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV-MitteNach der Ablehnung der Dringlichkeitsanfrage für eine effiziente Unterstützung der Bewohner der Berlichingenstraße 12 erklärt die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN DAGMAR MÜLLER:

„Nachdem sich die BVV im Januar für die Unterstützung der Bewohner in der Berlichingenstraße 12 ausgesprochen hat, ist es unfassbar, dass die rot-schwarze Zählgemeinschaft die Bewohner im Stich lässt und den Dringlichkeitsantrag nicht behandeln will. Dringlich ist für die SPD eine Ausstellungsfläche für die Buddy-Bären, die im März abgelehnt wurde. Manch „B“ ist wohl mehr wert als ein anderes.“

Seit dem Verkauf des Gebäudes in der Berlichingenstraße 12 zum 1. März lehnt der neue Eigentümer die Erstattung der anfallenden Kosten für die Unterbringung der 22 Männer ab. Die Abfallentsorgung und Sachkosten für die Hausbewirtschaftung belaufen sich auf maximal 300 Euro pro Monat. Die Bewohner können dies nicht vornehmen, da sie von den Sozialämtern und Jobcentern keine Kosten der Unterkunft zur Verfügung gestellt bekommen. Nach einer Vorfinanzierung würde diese Kosten dem Bezirksamt über die Sozialämter und Jobcenter erstattet werden.

>> Dringlichkeitsantrag: Bewohner in der Berlichingenstraße nicht im Stich lassen

>> Beschluss: Schutz für die obdachlosen Menschen in der Berlichingenstraße 12

 

Verwandte Artikel