Fassade der Auguststraße 21, 10117 Berlin, Foto: By Beek100 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], via Wikimedia Commons

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Kultur und Schulen nicht gegeneinander ausspielen

Schließung des Kulturhauses Auguststraße 21 durch SPD in Alt Mitte verhindern!

Nach Angaben von Kulturstadträtin Sabine Weißler im Ausschuss für Bildung und Kultur am 14. September 2016 hält die SPD Stadträtin Smentek an der Verdrängung der Klezmer-Schule, der Galerie „weisser elefant“ und der inklusiven Kinderkunstschule „Farbklang“ im Haus Auguststraße 21 zugunsten von Schulbüros für die Koppenplatz-Grundschule fest.

Jenny Neubert, Foto: Birte Zellentin/Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV-MitteDazu sagte JENNY NEUBERT, schul- und kulturpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der BVV Mitte: „Natürlich müssen sich erfolgreiche Schulen weiterentwickeln können. Aber wir spielen das alte sozialdemokratische Spiel nicht mit Kunst und Kultur gegen Schule auszuspielen. Es sind dieselben Kinder und Jugendliche, die morgens in der Schule sind und die nachmittags die Förderung und kreativen Angebote der Musik- und Kunstschulen benötigen. Wer, wie in diesem Fall, Kulturräume für Schulbüros opfern will, schadet den Kindern und Jugendlichen!“

Hintergrund:

Das letzte kommunale Kulturhaus in Alt Mitte ist das Haus Auguststraße 21. Hier arbeitet das preisgekrönte Klezmer-Zentrum von Jossif Gofenberg als Teil der bezirklichen Musikschule „Fanny Hensel“ und die Galerie „weisser elefant“, deren Tradition zu DDR-Zeiten beginnt und die sich bis heute mit außergewöhnlichen Raumkunst Projekten in der kommerziellen Umgebung der Auguststraße behaupten kann. Im Erdgeschoss befindet sich die inklusive Kinderkunstschule „Farbklang“. Das Haus gehört dem Amt für Weiterbildung und Kultur, das von der Grünen Stadträtin Sabine Weißler geleitet wird. Das ist anscheinend kein Hindernis für die Stadträtin für Bildung Sabine Smentek (SPD) Büros der Koppenplatz-Grundschule in dieses Kulturhaus verlegen zu wollen. Es wäre durchaus klüger gewesen nach Alternativen für die Erweiterung der Schule zu suchen z.B. den Ausbau des Dachgeschosses.

Bereits in ihrem Schulentwicklungsplan (SEP) für die Jahre 2014/2015-2019/2020 hatte Stadträtin Smentek die Absicht der Schließung des Kulturhauses formuliert. Dieses Vorhaben wurde von der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN scharf kritisiert. In der Aktualisierung des Plans aus diesem Jahr (2016) hält sie an dem Vorhaben fest. Es ist zu erwarten, dass Stadträtin Smentek nach der Wahl ihr Pläne zum Kulturabbau durchsetzen will, sollte sie die Gelegenheit dazu bekommen.

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