Sonnenblume mit Pussyhat © Grüne Schleswig-Holstein

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99 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland: Es gibt noch viel zu tun!

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2017 erklärt INGRID OCHSE, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte:

Ingrid Ochse, Foto: Johannes Schneider„Weltweit sind feministische Errungenschaften in Gefahr: Frauen und LGBTQIA* (Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Transsexuell, Queer, Intersex, Asexuell) werden kriminalisiert und diskriminiert mit absurden Argumenten, Gesetze werden geschaffen, die persönliche Freiheitsrechte, für die wir seit Jahrhunderten gekämpft haben, in Frage stellen und zurückdrehen wollen.

Wir nehmen nicht hin, dass Nationalist*innen, Rechtspopulist*innen und Frauenfeind*innen die Zeit zurückdrehen wollen.

In den letzten Jahren haben wir viel erreicht: „Nein heißt Nein“ ist endlich Gesetz und ein Anfang bei der Besetzung von Spitzenfunktionen in der Wirtschaft mit Frauen ist gemacht. Aber noch immer gibt es viel zu tun.

Auch in Berlin-Mitte setzen wir uns gemeinsam mit anderen progressiven Kräften für Frauen, LGBTQIA*, für mehr Feminismus, Umsetzung von Gleichstellung auf allen Ebenen ein. Symbole, Bilder und Sprache haben Macht. Deshalb unterstützen wir die in die BVV eingebrachten Initiativen zum Verbot sexistischer und diskriminierender Werbung und zur konsequenten Anwendung gendergerechter Sprache.

Wir werden Frauenrechte durchsetzen! Dem Rechtsruck setzen wir unsere Vorstellung einer gleichberechtigten Gesellschaft entgegen, in der alle Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft oder Religion frei leben können.

Wir fordern den gleichen Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit. Wir bekämpfen Gewalt gegen Frauen und fordern eine sichere Finanzierung von Frauenhäusern. Wir wollen, dass Frauen gleichberechtigt auf allen Ebenen von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vertreten sind. Und wir kämpfen dafür, dass Mädchen und Frauen, Jungen und Männer ohne einschränkende Rollenklischees leben können.“

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