Kein Gift ins Spielzeug – Mitte geht mit gutem Beispiel voran

Am 21.November 2013 beschloss die Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte einen Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, der zum Ziel hat, sukzessive die Schadstoffbelastung, die von giftigen Chemikalien in Spielzeugen und Einrichtungengegenständen ausgeht, in den kommunalen Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen zu senken.

Vorlage dazu war eine Initiative der Stadt Köln, die bisher als einzige Kommune deutschlandweit eine strenge Einkaufpraxis im Bereich Chemikalienbelastung  verfolgt. „Die verfehlte und lobbygesteuerte EU-Chemikalienpolitik darf nicht die Gesundheit unserer Kinder und Jugendlichen gefährden“, erklärt hierzu Franziska Briest, Fraktionssprecherin und umweltpolitische Sprecherin der Fraktion. Sie macht sich keine Sorgen, dass der Vorstoß einem aussichtslosen Kampf Davids gegen Goliath gleich kommen könnte: „Wenn eine Kommune als Endverbraucher entscheiden darf, ob sie rote oder blaue Roller für einen Kindergarten kauft, dann muss sie auch Einfluss darauf nehmen können, ob sie giftige Substanzen in den Griffen toleriert oder eben nicht.“

Vor allem aber will die Fraktion wach rütteln und sensibilisieren, denn jede Endverbraucherin und jeder Endverbraucher hat das Recht nach REACH-Verordnung Aussage darüber zu bekommen, was in einem Produkt steckt. „Diese umständliche Praxis wird leider viel zu oft auch bei Zweifeln an einer Unbedenklichkeit nicht genutzt. Dabei sind sichere Produkte nicht zwangsläufig teurer. Dass nachhaltige Beschaffung auch ohne finanzielle Belastungen möglich ist, hat die Stadt Köln bewiesen und wir werden diesem Beispiel folgen“, so Briest.

 

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