Stadtbärin Schnute: Rot-Schwarz stimmt gegen artgerechte Haltung

Als „Machtspielchen auf überschaubaren Niveau“ bezeichnet die umweltpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion in Berlin-Mitte, Franziska Briest, die Ablehnung eines Antrags zur Abgabe der Stadtbärin Schnute. SPD und CDU stimmten in der heutigen Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung gegen einen Antrag der Grünen, in dem das Bezirksamt aufgefordert wird, die Umsiedlung von Schnute in eine artgemäße Umgebung einzuleiten und durchzuführen. Aus einem aktuellen Gutachten geht hervor, dass Schnute unnarkotisiert transportfähig ist. Die volle Kosten- und Haftungsübernahme wurde von einem Tierschutzverein angeboten.

„Mit Nachdruck hat sich unsere Fraktion für eine Umsiedlung der Stadtbärin stark gemacht. Nun nehmen wir kopfschüttelnd zur Kenntnis, dass SPD und CDU wenig Interesse an Schnutes Wohl zeigen“, so Briest. „Hier wird vermeintliche Stärke auf Kosten des Tierschutzes demonstriert und Schnute fungiert dabei als Spielball von Rot-Schwarz. Besonders absurd ist es jedoch, dass der Bezirk an allen Ecken und Enden sparen muss, sich aber weiterhin diese kostenintensive und fragwürdige Attraktion gönnen möchte. Die fast 100.000 Euro Kosten im Jahr könnten so manchen Klassenraum sanieren und Jugendprojekten das Überleben sichern.“

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