Lärmbelastungen: GRÜNE begrüßen Vorschlag zur LÄRMKONFERENZ-BAHN

Viele Menschen in Berlin wohnen direkt an der Stadtbahn. Bei einem Gesamtzugaufkommen (S-Bahn, Fern- und Regionalzüge) von rund 1000 Zügen in 24 Stunden stellt der entstehende Lärm ein ernstes gesundheitliches Problem für die Anlieger dar, auf das reagiert werden muss. Darum schlägt die bündnisgrüne Stadträtin Sabine Weißler die Einberufung einer LÄRMKONFERENZ – BAHN vor.

„Anders als bei Fluglärm, sind die Regelungen, die den Bahnlärm betreffen unübersichtlich. So gibt es zwar Lärmschutzregelungen, aber es gibt auch den sogenannten ‚Schienenbonus‘, d.h. die Bahn darf statt 55 dB in der Nacht 60 dB erzeugen und am Tage statt 60 65 dB. Wichtig als Datengrundlage für das Lärmmanagement sind außerdem die strategischen Lärmkarten, die für Berlin erst Ende 2014 erwartet werden“, so Sabine Weißler. „Die Lärmbelastungen für die Menschen in den Wohngebieten an der Stadtbahn ist der Belastung durch Fluglärm gleichzusetzen. Dennoch gibt es keine den Fluglärmschutzkommissionen gleichwertigen Gremien für den Bahnlärm. Daher schlage ich die Einberufung einer LÄRMKONFERENZ – BAHN vor.“

Sabine Weißler

Sabine Weißler

Als Mitglieder der Konferenz empfiehlt sie das Eisenbahnbundesamt, die DB Netz, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, die verantwortlichen Umweltstadträtinnen und –stadträte der jeweils zu beratenden Streckenabschnitte sowie Vertreter_innen der Anlieger.

Die bündnisgrüne Fraktion im Bezirk begrüßt die Initiative ihrer Stadträtin. „Konsequenter Lärmschutz in der Stadt und in den einzelnen Kiezen ist seit Jahren grüne Postion. Lösungsvorschläge zur Minderung der Lärmbelastungen durch die Bahn könnten mit der Konferenz zielgerichtet zusammengeführt werden. Und obendrein hätte man einen sichtbaren Ansprechpartner für alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger“, so Franziska Briest, umweltpolitische Sprecherin der Fraktion.

Stadträtin Weißler drängt darauf, dass mit dem Erscheinen der sogenannten „strategischen Lärmkarte“ für Berlin und dem Auslaufen des „Schienenbonus“  Ende des Jahres mit Beginn 2015 eine wirksame Struktur zur Lärmminderung des Schienenverkehrs in Berlin installiert werden muss.

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