Moabiter Kiezmütter – Schluss mit dem unwürdigen Gerangel

In der letzten Bezirksverordnetenversammlung in Berlin Mitte hat die bündnisgrüne Fraktion in einer thematischen Stunde die ungewisse Zukunft der Kiezmütter in Moabit diskutiert. Einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen, der Fraktion Die Linke, SPD und Piraten, hier eine dauerhafte Finanzierung JETZT zu sichern, stimmte die BVV im Anschluss einstimmig zu.

Der Vorschlag des Bezirks, die Finanzierung der Kiezmütterkoordination ab Januar 2015 über ESF Fördermittel sicherzustellen, ist Ende Dezember gescheitert. Was genau der Grund dafür war und warum das Bezirksamt nicht früher aktiv wurde, dazu führte das Bezirksamt nicht weiter aus und bleibt in Zukunft aufzuarbeiten. Somit steht ein hochgelobtes und wichtiges Integrationsprojekt im Bezirk vor dem Aus.

Hierzu erklärt Dagmar Müller, sozialpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen Berlin-Mitte: „Die Kiezmütter erfüllen eine wichtige Aufgabe in unserer Gesellschaft. Sie sind eine Brücke für ZuwanderInnen, sie fördern Gleichberechtigung und öffnen (Wohnungs-)Türen. Dem Lippenbekenntnis des Senates, dass er die Arbeit der Kiezmütter als wichtigen Beitrag zur Integration anerkennt, müssen nun endlich Taten folgen. Auch Bezirksbürgermeister Dr. Hanke muss sich vorwerfen lassen, nicht in der Lage gewesen zu sein, verlässliche Verabredungen mit dem Senat zu treffen. Stattdessen hat sich das Bezirksamt unter seiner Führung in höchst widersprüchlichen Verabredungen verheddert. Wir fordern von Senat und Bezirk, die Finanzierung der Kiezmütter auf eine sichere und verlässliche Grundlage zu stellen.“

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