Ökomarkt in Moabit: Am Unwillen des Bezirksamtes gescheitert

Seit Monaten macht sich die bündnisgrüne Fraktion Berlin-Mitte für den Erhalt des Ökomarktes an der Thusnelda-Allee stark. Seit vielen Jahren erfreut sich dieser großer Beliebtheit, ein fester Kundenstamm schätzt das vielfältige ökologische Angebot. Aufgrund der Sanierung der Heilandskirche wurde nun ein Ausweichstandort notwendig. Hierfür hat die bündnisgrüne BVV-Fraktion dem Bezirksamt mehrere Vorschläge unterbreitet. Neben dem breiten Gehweg vor dem Rathaus Tiergarten wäre aus Sicht der grünen Fraktion auch die Gehwegfläche in der Thusnelda-Allee am Ottopark für den Ökomarkt gut geeignet.

Mit Unverständnis reagiert Fraktionssprecher Marc Urbatsch nun auf die abschlägige Beurteilung der Vorschläge durch das Bezirksamt Mitte: „Keine offizielle Zufahrt für Lieferfahrzeuge und Sicherheitsbedenken wegen der Buslinie TXL – Die Argumentationskette des Bezirksamtes macht deutlich, dass offenbar kein Interesse bestand, den beliebten Ökomarkt eine adäquate Ausweichmöglichkeit während der Baumaßnahmen an der Heilandskirche anzubieten.“ Bereits heute werden vor dem Rathaus Tiergarten Informationsveranstaltungen durchgeführt und vom Bezirksamt genehmigt, welche auf die Anlieferung von Informationsständen durch Lieferfahrzeuge trotz fehlender offizieller Zufahrt angewiesen sind. Ebenso hatte das Bezirksamt für einen Weihnachtsmarkt am Stadtschloss eine Genehmigung an einer sehr stark befahrenen Straße erteilt und dort entsprechende selbe Bedenken aus der Thusnelda-Allee nicht geltend gemacht. Aus Sicht der Grünen wird hier mit zweierlei Maß gemessen.

„Zudem entgehen dem klammen Bezirksamt auch noch finanzielle Einnahmen, da der Ökomarktbetreiber Standgebühren für die Nutzung eines Ausweichstandortes an das Bezirksamt zu entrichten hätte. Nun werden viele Anwohnerinnen und Anwohner eine beliebte Einkaufsmöglichkeit von ökologisch produzierter Waren vermissen. Unsere Fraktion wird sich dennoch gemeinsam mit dem Betreiber weiterhin darum bemühen, dass für den Ökomarkt fußläufig ein Ersatzstandort ausgewiesen wird“, so Urbatsch.

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