Unterstützung für Flüchtlinge und Obdachlose bei der Wohnungssuche

Stephan von Dassel: Flüchtlinge leben in Sammelunterkünften, obwohl sie in einer eigenen Wohnung leben könnten – wenn sie denn eine fänden. Die Tagessätze von Sammelunterkünften sind dabei um ein Vielfaches teurer als Wohnungen. Für rund 200 Flüchtlinge in Sammelunterkünften, für die die Zuständigkeit vom Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) auf den Bezirk bzw. das Jobcenter übergegangen ist, soll sich das jetzt ändern.

Und nicht nur für die Flüchtlinge. Auch in den Obdachloseneinrichtungen leben Menschen teilweise viele, viele Monate, weil sie keine freie Wohnung finden können. Da das Sozialamt hoffnungslos mit der Aufgabe der Wohnungssuche überfordert ist, will ich jetzt für Menschen, die schlechte Karten beim Wettbewerb um freie Wohnungen haben, Beratung und Unterstützung bei der Wohnungssuche „einkaufen“.  So unterstützt das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk seit Längerem Flüchtlinge in Einrichtungen des LAGeSo erfolgreich bei der Wohnungssuche.

Allerdings nicht umsonst. Da weder das Sozialamt noch das Bezirksamt insgesamt Geld übrig haben, sollen die dafür notwendigen Mittel aus den verminderten Ausgaben für die Unterkunftskosten bezahlt werden. Mit der Senatsverwaltung für Finanzen bin ich in Verhandlung.

Stephan von Dassel, stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat für Soziales und Bürgerdienste

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