UEFA-Spende ans Bezirksamt Mitte wirft viele Fragen auf

Die Spende der UEFA an das Bezirksamt Mitte wirft zahlreiche Fragen auf. Das gespendete „Maxi-Pitch“-Fußballfeld erreicht mit dem Bezirksamt Mitte genau das Bezirksamt, das für die Genehmigung des Fanfestes und insbesondere des umstrittenen Kleinstadions direkt vor dem Brandenburger Tor verantwortlich war. Auch die Auswahl der Schule, der das neue Spielfeld zugute kommt, verwundert. Die Schule am Koppenplatz hat nicht nur eine unterdurchschnittliche Zahl von Schülern und Schülerinnen, sondern ihr Schulhof wurde auch erst in diesem Jahr umfangreich mit öffentlichen Mitteln saniert.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wird in der kommenden Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung fragen, nach welchen Kriterien die Schule ausgewählt wurde und wie das Bezirksamt dem Eindruck entgegentreten will, dass Spende und Genehmigung in einem zumindest indirekten Verhältnis stehen.

Auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen freut sich, dass das Endspiel der Championsleague in Berlin stattfindet. Jubelstürme über die Spende eines Kleinspielfeldes an eine Schule durch die UEFA sind aber nicht angebracht. Angesichts der Milliardenumsätze der UEFA und der vielen Sonderrechte, die ihr im Zusammenhang mit dem Endspiel eingeräumt wurden, hat sich die UEFA bei ihrer Spende ungewohnt bescheiden gezeigt.

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