Wochen der Kulturellen Bildung in Wedding und Moabit

Sabine Weißler: Kulturelle Bildung wurde in der Kulturpolitik lange überhaupt nicht beachtet. Sie galt als wenig kreativ,  verschult und disziplinierend. Es brauchte einen langdauernden Perspektivwechsel auf die Entwicklung der Kreativität bei Kindern, das Lernen und die Verbindung von beidem mit künstlerischem Ausdruck um die Bedeutung der kulturellen Bildung neu zu werten.

In unserem Bezirk ist die kulturelle Bildung im Jugendkunsthaus in der Schönwalder Str. und in den Bildungsverbünden in Wedding und Moabit zu finden. Hier wird alles was an künstlerischem, kreativem Lernen möglich ist eingesetzt und mit den Kindern und Jugendlichen gelebt. Die Kinder speichern Selbstvertrauen, Wissen und Fähigkeiten, die sie Dank der Zusammenarbeit von Jugendkunsthaus, Schulen und Kitas über alle Bildungsphasen mitnehmen können. So werden den Kindern leichte Übergänge zwischen den einzelnen Bildungsstationen ermöglicht und die Bildungsinstitutionen arbeiten zusammen.

Die Bildungsverbünde waren zunächst als Projekte finanziert. Mittlerweile sind aller drei Verbünde in den Haushalt übernommen und damit dauerhaft gesichert. Einmal im Jahr präsentieren sich die Partner der Bildungsverbünde an einem großen Festtag mit ihren Projekten, Chören oder Experimenten. Am 8. Juni war es soweit. Im Atze und um Atze herum wimmelte es von kleinen und schon etwas größeren Künstler_innen. Am 11. Juni ging es dann weiter im Ottopark mit dem naturwissenschaftlich-kulturellen Bindungsverbund.

Sabine Weißler, Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz

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