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Überschuldete nicht allein lassen: Wege aus der Schuldenkrise ermöglichen

Jede*r achte Einwohner*in im Bezirk Mitte ist überschuldet. Laut Schuldneratlas erreicht die Schuldner*inneneberatung nur einen Bruchteil der fast 45.000 verschuldeten Personen. Daran muss sich etwas ändern, fordert der sozialpolitische Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte.

Taylan Kurt, Foto: Katharina Schmidt/Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Mitte„Die Überschuldung privater Haushalte ist eine der größten sozialpolitischen Herausforderungen unseres Bezirks. Oberstes Ziel in Mitte muss es sein, so viele überschuldete Personen wie möglich für das Beratungsangebot der Schuldner*innenberatungen zu sensibilisieren, damit diese die Hilfsangebote auch aufsuchen und nutzen. Sie müssen wissen, dass man sie damit nicht alleine lässt und dass es Alternativen zu kostenpflichtigen Entschuldungsbüros gibt. Problematisch ist für viele Überschuldete die Vorgehensweise der Inkasso-Büros, die absurd hohen Zinsen und Gebühren verlangen, die sich exponentiell summieren.

Wir wollen erreichen, dass die Schuldner*innenberatung gestärkt wird mit dem Ziel, deutlich mehr Betroffene zu erreichen. Auch muss die Schuldner*innenberatung stärker mit der Sozial- und Suchtberatung in Mitte zusammenarbeiten und in Fällen drohender Wohnungslosigkeit mit dem Sozialamt.

Schließlich wollen wir durch eine landesseitige Verordnung aggressive Schreiben von Inkasso-Büros verbieten. Einschüchterungen dürfen sich nicht lohnen!“

>> Antrag: Schuldner*innenberatung stärken!

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