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Arbeitsgruppen: AG Mobilität

Foto von Christian Lue

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit Sharing-Fahrzeugen, mit dem ÖPNV oder noch mit dem Auto unterwegs - Mobilität betrifft alle. Wir in der AG Mobilität setzen uns mit der Verkehrssituation und -politik im Bezirk Mitte auseinander und bringen uns mit neuen Ideen und Konzepten ein. Wir wollen, dass die Verkehrswende auch hier im Bezirk gelingt und wir wollen ebenfalls einen Beitrag leisten zur Neuverteilung des öffentlichen Raumes. Weniger Platz für Autos mehr Platz für Menschen!

Das versuchen wir zu erreichen, durch eine enge Zusammenarbeit mit unserer Stadträtin Almut Neumann, der BVV-Fraktion der Grünen und dem verkehrspolitischen Sprecher der Fraktion, Hendrik Böckermann. Um unsere Expertise auszubauen, treten wir in regelmäßigen Austausch mit externen Fachleuten, grünen Verkehrspolitiker*innen auf Bezirks- sowie Landesebene und den verschiedensten Initiativen im Mobilitätsbereich.

Falls du Lust hast, dich mit deinen Ideen für eine grünere Mobilität in Mitte einzubringen, schalte Dich doch ganz einfach zu unseren monatlichen AG-Treffen dazu. Die finden derzeit alle digital statt - immer am zweiten Donnerstag im Monat um 19.30 Uhr. Hier sind die Termine und auch die Einwahldaten.

Ansprechpartner*innen der AG sind: Thuy Chinh Duong und Kurt Hildebrand.

Hier kannst du dich für die Mailingliste eintragen, um stets über unsere Arbeit auf dem Laufenden zu sein.

Wer sich interessiert, findet hier noch mehr Infos zu unserer Arbeit in der AG Mobilität:

Welchen Fokus unsere Arbeit hat

Wir konzentrieren uns auf Verkehrspolitik im Bezirk, d.h. auf die Mobilitätsthemen, für die der Bezirk Mitte zuständig ist. Wir befassen uns daher eher mit den Nebenstraßen (z.B. Kiezblocks, Reduzierung von Parkplätzen, Parkraumbewirtschaftung, Schaffung von Fahrradbügeln im Straßenraum, Fahrradstraßen, Verkehrssicherheit - auch im Umfeld von Schulen und anderen sozialen Einrichtungen). Wir wollen Ideenwerkstatt sein und diese Ideen in der BVV und bei unserer Stadträtin einbringen. Manchmal gibt es auch Überschneidungen mit Zuständigkeiten der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz (z.B. geschützte Radwege an Hauptverkehrsstraßen, bei der Überprüfung der Radwegenetzplanung für Gesamt-Berlin). Aber die Themen von SenUMVK auf Landesebene werden eher in der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Mobilität behandelt.

Wer wir sind

Wir sind eine der vielen AGs der Grünen in Mitte. Die meisten von uns sind bei den Grünen, aber wir sind offen für Nicht-Mitglieder - gerade auch für solche, die mal reinschnuppern möchten, bevor sie Mitglied werden. Über 50 Leute sind auf dem AG-Verteiler, bei den AG-Sitzungen nehmen im Schnitt 15 bis 18 Leute teil.

FIT*-Personen sind bei uns, wie fast überall in der Verkehrspolitik, noch völlig unterrepräsentiert, daher freuen wir uns über diese besonders, weil feministische Mobilitätspolitik uns ein Anliegen ist.

Voraussetzungen?

Mobilitätsthemen auf Bezirksebene sind keine rocket science. Jede*r kann sich hier relativ schnell einarbeiten und mitreden. Die Themen haben meist einen sehr konkreten Bezug zum eigenen Lebensumfeld, und da ist jede*r, der/die sich im eigenen Umfeld auskennt, eigentlich der/die beste Expert*in.

Gerade wenn mensch neu dabei ist, können tiefschürfende Fachdiskussionen gespickt mit vielen Fachbegriffen abschreckend wirken. Wir wollen und können nicht nur studierte Verkehrsplaner*innen dabei haben, sondern möglichst inklusiv sein als AG. Wenn ihr neu dabei seid und etwas fachlich nicht versteht: geht einfach mit Fragen dazwischen!

Wie wir arbeiten
  • Digitale Treffen am 2. Donnerstag im Monat von 19:30-21:30. Die Einladungen gehen i.d.R. eine Woche vorher an alle, die sich auf unserer Mailingliste eingeschrieben haben. Das digitale Format werden wir auch nach Corona beibehalten. Nach der AG-Sitzung gibt es noch einen informellen Austausch auf gather.town. Das bietet gerade auch für alle, die neu dabei sind, die Chance viele weitere Fragen zu stellen zur Arbeit der AG.

  • Persönliche Treffen: Für den Zusammenhalt in der AG sind auch persönliche Treffen wichtig. Dafür werden wir uns immer mal wieder in einer Kneipe oder im Biergarten treffen. Dort tauschen wir uns dann ohne die Zwänge einer Tagesordnung aus und lernen uns besser kennen.

  • Adhoc-Arbeitspakete: Um bestimmte Inhalte mit etwas mehr Tiefe aufzuarbeiten, bilden wir auch kleine zeitlich begrenzte Adhoc-Arbeitsgruppen aus 3 - 5 Leuten (zwei Beispiele für eine solche Aufgabe: Wie kann man die Möglichkeiten fürs Lastenradparken in Mitte verbessern? ODER Fahrradtauglich und barrierefrei - Lösungsansätze für Kopfsteinpflasterstraßen).

  • Unter-AGen: Zu einem uns besonders wichtigen Thema, den Kiezblocks, besteht außerdem schon seit April 2020 eine Unter-AG, die nicht nur eine einzelne AdHoc-Aufgabe bearbeitet, sondern länger an ihrem Thema dran bleibt.

  • Protokolle und Dateiarchiv in der Grünen Wolke: Wer noch in unseren Aktivitäten der letzten Jahre stöbern möchte, wird in der Grünen Wolke fündig.

Wie du dich einbringen kannst
  • Eigene Themen: Kontaktiere jederzeit die AG-Sprecher:innen und schlage eigene Anliegen vor, die z.B. bei einem AG Treffen oder als AdHoc-Arbeitspaket in einer Kleingruppe behandelt werden können

  • Ideen für Aktionen: Organisiere eine Radtour, einen Kiezspaziergang, eine Aktion zum Parking Day, Bekleben der KV-Lastenräder, eine Fahrrad-Reparatur-Aktion oder einfach ein Kneipenabend oder was anderes. Wir freuen uns über Ideen und Leute, die sie motiviert umsetzen!

  • AG Treffen:
    • Komm zu den monatlichen AG Treffen und diskutiere mit

    • Arbeite dich in ein Schwerpunktthema und bereite einen Input für ein AG-Treffen vor, damit alle aufgegleist sind mit dem Basiswissen für die inhaltliche Diskussion

    • Schlag externe Referent:innen zu einem bestimmten Thema vor und organisiere eine Sondersitzung mit ihnen

    • Führe Protokoll, damit auch andere Neumitglieder oder nicht Anwesende erfahren können, was besprochen wurde

    • Co-moderiere eine Sitzung

  • Adhoc-Arbeitspakete: klinke dich ein und arbeite an einem Arbeitspaket mit

  • Unter-AG: Arbeite in einer Unter-AG wie der Unter-AG Kiezblocks mit

Austausch mit Bezug zur politischen Ebene im Bezirk und zum Bezirksamt und BVV-Fraktion

Wir haben einen regen Austausch mit Almut Neumann, der Grünen Stadträtin für Umwelt, Mobilität, Stadtgrün sowie das Ordnungsamt. Mit der Grünen-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung sind wir über Hendrik Böckermann verbunden, unseren Fraktionssprecher für Mobilität. Über ihn werden von uns auch Anträge zur Beschlussfassung durch die BVV eingebracht. Beide kommen regelmäßig zu AG Treffen. Zu einzelnen fachlichen Themen suchen wir auch den Kontakt zu den zuständigen Mitarbeiter*innen im Bezirksamt.

Die AG und die LAG Mobilität, das BezirksNetzMobilität sowie die AG Urban Jungle

Viele von uns haben auch den Mailverteiler der LAG Mobilität abonniert, oder nehmen mal an den LAG-Treffen teil, je nach Tagesordnung. In der LAG geht es eher um die Mobilitätsthemen auf Landesebene.

Das BezirksNetzMobilität ist ein informelles Gremium, wo sich die Mobilitäts-AGs aus allen Berliner Kreisverbänden der Grünen zu bezirklichen Mobilitätsthemen austauschen. Wir sind regelmäßig dabei.

Auch zur Bundesarbeitsgemeinschaft Mobilität der Grünen haben wir Kontakte.

Mit der AG Urban Jungle in Mitte, die sich vor allem mit dem Stadtgrün befasst, aber auch mit der AG Stadtentwicklung, arbeiten wir zusammen, um öffentlichen Raum interdisziplinär zu denken. Denn weniger Platz für Autos sollte auch zu deutlich mehr Platz für Stadtgrün führen - schon um uns besser den Folgen des Klimawandels anzupassen. Viele aus der AG Mobilität sind gleichzeitig in der AG Urban Jungle aktiv.


Unter-AG Kiezblocks

Unterstützt durch immer bessere Navis dringt zunehmend Kfz-Durchgangsverkehr in unsere Wohnkieze ein. Viele Anwohnende in den Kiezen wollen das nicht mehr hinnehmen. Mit Diagonalsperren und Einbahnstraßen an der richtigen Stelle kann der Durchgangsverkehr umgehend auf die Hauptstraße zurück geleitet werden. Die Wohnkieze werden so wieder sicherer und lebenswerter. Dieses Konzept nennen wir Kiezblocks und wünschen es uns für möglichst viele Kieze in Berlin-Mitte. In unseren regelmäßigen Treffen überlegen wir, welche Kieze besonders betroffen sind und was die wirksamsten Lösungen sind, Durchgangsverkehr zu verhindern.

Wir nehmen Kontakt auf mit Quartiersräten und Initiativen vor Ort. Außerdem arbeiten wir eng zusammen mit der Kiezblock-Initiative von Changing Cities. Über neue Mitstreiter*innen würden wir uns sehr freuen! Mehr Infos zu unserer Arbeit findet Ihr auf der Grünen Wolke und erhaltet Ihr von Kurt Hildebrand. Wir treffen uns - vorläufig immer digital - regelmäßig am 3. Montag im Monat um 20:30 Uhr. Den Termin unseres nächsten Treffens findet Ihr hier.

Wer sich interessiert, findet hier noch mehr Infos zu unserer Arbeit in der Unter-AG Kiezblocks:

Was wir machen

Die Umsetzung von Kiezblocks bis 2026 ist in der Koalitionsvereinbarung auf Landesebene und in der Zählgemeinschaftsvereinbarung von Grünen und SPD für den Bezirk Mitte klar verankert. Diese Präsentation erläutert, worum es bei Kiezblocks geht und wie man sie realisiert.

Unser erstes Ziel ist es, den Durchgangsverkehr aus den Wohnkiezen herauszuhalten - mit einfachen Mitteln wie Diagonalsperren auf bestimmten Kreuzungen. Danach wird der Umbau des öffentlichen Raumes stärker in den Fokus rücken (weniger Platz für Autos - mehr Platz für spielende Kinder, Stadtgrün und mehr Aufenthaltsqualität). Insgesamt folgen wir den Zielen wie sie Barcelona mit seinen Superblocks realisiert.

Die Unter-AG Kiezblocks ist Schnittstelle zwischen den Kiezblock-Inis in Mitte, der Kiezblocks-Kampagne von Changing Cities (CC), und der Grünen Bezirkspolitik einschließlich der Stadträtin. Die Unter-AG bietet eine Plattform für Koordination und Erfahrungsaustausch untereinander, mit Fokus auf die Zusammenarbeit mit der Bezirkspolitik. Alle Aktiven in der Unter-AG wirken auch in mindestens einer Kiezblock-Ini mit, erarbeiten planerische Konzepte, diskutieren sie mit Anwohner*innen, sammeln Unterschriften oder bereiten BVV-Anträge vor.

Was bisher geschah

2020 haben wir für mehrere Kieze in Mitte Kiezblock-Konzepte entwickelt, mit Quartiersräten diskutiert, teilweise auch Verkehrszählungen durchgeführt und BVV-Anträge mit der Grünen Fraktion ausgearbeitet. Seit Start der Changing Cities Kampagne (www.kiezblocks.de) arbeiten wir immer enger mit CC zusammen. In sieben Kiezen in Mitte bestehen inzwischen Kiezblock-Initiativen (Auguststr. / Invalidenstr-Gartenstr. / Malplaquet-Kiez / Nördliche Luisenstadt / Badstr. (Bellermannkiez) / Brüsseler Kiez / Sprengelkiez). Was wir seit April 2020 alles gemacht haben, findet ihr in der Grünen Wolke.

Wer wir sind

In unserem Slack-Channel bei Changing Cities (CC), über den wir hauptsächlich kommunizieren, sind 42 Leute eingeschrieben, wovon mehr als die Hälfte nicht bei den Grünen ist. Der harte Kern besteht aus 5 - 8 Leuten. Wir freuen uns über Zuwachs - vor allem durch mehr Frauen*! Auch die Kiezblock-Initiativen in den verschiedenen Kiezen brauchen Unterstützer*innen. Hier kann sich jede*r im eigenen Wohnumfeld engagieren, es ist kein spezielles Fachwissen nötig.

Wie wir uns organisieren

Wir treffen uns jeden dritten Montag im Monat. Real begegnen wir uns dann bei der Arbeit in den verschiedenen Kiezblock-Initiativen. Die Kommunikation findet über unseren Slack-Channel statt bzw. auch über weitere Slack-Channels für einzelne Kieze.